Montag, 17. Dezember 2007

Das Geheimnis der Meditation

Alls Schüler von Sri Chinmoy hatte ich un- zählige Male die Gelegen- heit, den Meister in höchster Meditation mit- zuerleben. Obwohl ich diese Momente in Videos und Photos verewigen konnte, habe ich sicher erst einen Bruchteil von dem erfahren, was der Avatar auf der Erde ver- körperte. In der Tat war Sri Chinmoy fast ununterbrochen in einem meditativen Bewusstsein - ob er komponierte, Konzerte gab, Bilder malte oder mit jemand im Gespräch war. Und das unterscheidet ihn von einem "normalen" Yogi oder Guru. Er war stets eins mit dem Willen des Höchsten - möge man es Gott, Supreme oder wie immer nennen. Er fühlte sich als Instrument und folgte darum auch dem inneren Ruf, 1964 in den Westen zu kommen, um hier seine Philosophie des Herzens zu manifestieren.

Sri Chinmoy lehrte den Weg von Liebe und Hingabe. Denn Meditation war für ihn und ist für uns nicht eine blosse Form von Yoga, sondern vielmehr eine integrale Form des bewussten Lebens. Natürlich versucht man in der Meditation zur inneren Ruhe zu gelangen, abzuschalten vom Lärm des Alltags; aber mindestens so wichtig ist das Aufbauen und Durchhalten eines bewussten Lebens. Mit wem man spricht, was man liest, was man sich ansieht, wie man seine Worte wählt, um nur einige Aspekte zu erwähnen. Was einem naürlich hilft, ist Inspiration. Darum kann ich nur empfehlen, Bücher von realisierten Meistern zu lesen, Bilder und Videos von zeitgenössischen Meistern anzusehen, denn darin sind Geheimnisse enthalten, die man erst mit der Zeit realisiert.