Mittwoch, 19. Dezember 2007

Tennisplatz wird zum "Aspiration-Ground"

Sri Chinmoy hatte keinen eigenen Ashram. Sein Ashram war ein Tennisplatz, wo er während vielen Jahren fast täglich präsent war. Er spielte dort mit seinen Schülern Tennis, lud Tennisprofis ein und spielte mit ihnen. Was aber mit der Zeit immer wichtiger wurde: der Tennisplatz wurde zu einem Ort der Begegnung zwischen Meister und Schüler. Anfangs als Ergänzung zu seinen sportlichen Aktivitäten und später immer mehr als ein Ort, wo er mit seinen Schülern meditierte, Fragen beantwortete, Musik spielte und Prasad (gesegnete Nahrung) gab. Auf diesem Tennisplatz, der immer mehr ausgebaut wurde, spielte sich das spirituelle Leben ab - während des Jahres ein- bis zweimal wöchentlich, bei gutem Wetter und bei speziellen Feierlichkeiten täglich. Sri Chinmoy taufte den Platz dann Aspiration-Ground, Blumen und Pflanzen bereicherten das Gelände und heute beherbergt er sogar die letzte Ruhestätte des Meisters, wo sich nach seinem Eintreten ins Mahasamadhi Tausende von Pilgern aus aller Welt eingefunden hatten. Sie erwiesen dem Meister auf dem Platz die letzte Ehre, wo er den grossen Teil seines Lebens verbrachte. Der Aspiration-Ground im New Yorker Stadtteil Queens wurde zu einem Ort der Ruhe, des Friedens und der spirituellen Essenz und wird sicher in Zukunft zu einem Mekka von Suchern aus aller Welt.